Die SPD Wettersbach und die SPD-Fraktion im Ortschaftsrat hatten auf 11. Januar 2015 zu ihrem traditionellen Neujahrstreffen eingeladen. Auch in diesem Jahr waren der Einladung wieder erfreulich viele gefolgt. Begrüßt wurden die Gäste zunächst im Foyer der Heinz-Barth-Schule mit einem Glas Sekt oder Saft.

 

Die SPD Wettersbach und die SPD-Fraktion im Ortschaftsrat hatten auf 11. Januar 2015 zu ihrem traditionellen Neujahrstreffen eingeladen. Auch in diesem Jahr waren der Einladung wieder erfreulich viele gefolgt. Begrüßt wurden die Gäste zunächst im Foyer der Heinz-Barth-Schule mit einem Glas Sekt oder Saft.

Dort wurden in lockerer Runde erste Gespräche geführt und gegenseitig Neujahrswünsche ausgetauscht. Nach dieser Einstimmung nahmen die Gäste an den Tischen in dem feierlich hergerichteten Musikraum Platz. Erwartungsgemäß waren wieder reichlich - überwiegend selbstgebackene - Kuchen am Kuchenbuffet aufgebaut, die von Mitgliedern des Ortsvereins gespendet wurden.

 


Nachdem die Gäste mit Kaffee und Kuchen versorgt waren, hieß der Vorsitzende des Ortsvereins, Horst Weiland, die Anwesenden nochmals offiziell herzlich willkommen. Außer Parteimitgliedern konnte er eine größere Anzahl von Gästen sowie Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern begrüßen. Einige davon konnten allerdings erst etwas später nach Wettersbach kommen, weil sie zuvor noch bei anderen Neujahrsempfängen waren.


Die Liste der Ehrengäste führte auch in diesem Jahr wieder der Landtagsabgeordnete Johannes Stober (SPD) an. Ferner konnte Horst Weiland begrüßen: Den Sozial- und Sportbürgermeister Dr. Martin Lenz (SPD), unseren Ortsvorsteher, Rainer Frank, die SPD-Stadträtin und Ortsvorsteherin von Hohenwettersbach, Elke Ernemann, und den Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion, Tilman Pfannkuch, sowie den SPD-Stadtrat Michael Zeh. Von der SPD Durlach kam deren Vorsitzender und Mitglied des Kreisvorstands, Stefan Volz. Auch der frühere Bürgermeister von Rheinstetten und ehemalige SPD-Ortsvereinsvorsitzende von Grünwettersbach, Kurt Roth, kam wieder zu unserem Treffen. Ebenso beehrte der Ehrenpräsident des Chorverbandes Karlsruhe, Reiner Heinold, die SPD mit seinem Besuch. Mit großer Freude begrüßte Horst Weiland das mit über 91 Jahren älteste Parteimitglied der SPD Wettersbach, Horst Wille, der trotz einiger gesundheitlicher Einschränkungen noch immer gerne die Veranstaltungen seines Ortsvereins besucht. Selbstverständlich waren auch alle Ortschaftsräte der SPD-Fraktion des Ortschaftsrats anwesend: Marija Berger, Peter Fehst, Peter Hepperle und Sigi Hock.  


Nach der Begrüßung gedachten die Mitglieder und Gäste zwei Parteifreunden, die wenige Tage zuvor nach langer, schwerer Krankheit verstorben sind: Wolfgang Lorch (15 Jahre SPD-Vorsitzender in Wettersbach) und Helmut Raviol (langjähriges Parteimitglied aus Palmbach). Die Anwesenden zeigten sich auch solidarisch mit unseren französischen Nachbarn und gedachten der Opfer der brutalen Mordanschläge vor zwei Tagen in Paris. Zum Gedenken erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen.

 

Anschließend machte Horst Weiland, wie bei solchen Anlässen üblich, einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Zunächst ging er auf die Europa- und Kommunalwahlen des letzten Jahres ein und erklärte, dass der Ortsverein mit den Ergebnissen der Europa- und Stadtratswahl zufrieden sei. Bei beiden Wahlen habe die SPD zulegen können. Im Stadtrat wurde die SPD wieder zweitstärkste Fraktion. Mit dem Ergebnis der Wahlen zum Ortschaftsrat sei man hingegen nicht zufrieden. Für die Stimmen- und Sitzverluste machte er nicht nur die Windrad-Debatte, in deren Folge eine neue Gruppierung zur Wahl des Ortschaftsrates antrat, verantwortlich. Negative Auswirkungen für die SPD-Liste habe sicher auch die Tatsache gehabt, dass einige vor Ort bekannte Personen dieses Mal auf der SPD-Liste gefehlt haben: Beatrix Raviol war aus familiären Gründen und Horst Weiland nach 30jähriger Zugehörigkeit zum Ortschaftsrat nicht mehr zur Wahl angetreten.

 

Bundespolitisch war natürlich der Eintritt der SPD vor einem Jahr in die Koalition mit der CDU/CSU ein wichtiges Thema. Es hat sich gezeigt, dass die anfangs in der SPD umstrittene aber schließlich von einer großen Mehrheit der Mitglieder gebilligte Entscheidung zur Großen Koalition richtig war. Schon nach zwölf Monaten Regierungsbeteiligung könne die SPD, trotz einiger Kompromisse, die in solchen Koalitionen gemacht werden müssen, mit Stolz eine ordentliche Bilanz ihrer Arbeit vorlegen. So wurden wichtige gesellschaftliche Fortschritte erreicht, auf die Horst Weiland in Stichworten einging:

 

  • Mindestlohn statt gnadenlose Ausbeutung am Arbeitsmarkt

  • Rente ab 63 nach 45 Beitragsjahren und bessere Erwerbsminderungsrente

  • „Mütterrente“ für die vor 1992 geborenen Kinder

  • Mehr Geld für den Städtebau (fast vier mal so viel wie unter Schwarz-Gelb)

  • ElterngeldPlus (um Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bringen)

  • Pflegestärkungsgesetz mit Verbesserung bei der häuslichen Pflege

  • Entlastung der Kommunen

  • Übernahme der Bafög-Leistungen durch den Bund zur Entlastung der Länder

  • Abschaffung des Kooperationsverbots bei Forschung und Lehre

  • Erschwerung des „Notausgangs“ für Steuerbetrüger durch Selbstanzeige

 

Die meisten dieser Regelungen wären ohne die SPD in der Regierung nicht möglich gewesen. Und all das geschieht, obwohl wir uns auf Haushaltskonsolidierung verpflichtet haben, damit unsere Enkel keine neuen Schulden zurückzahlen müssen.

 

Auch bei der grün-roten Landesregierung hat sich einiges getan: Das Hochschulfinanzierungsgesetz wurde auf den Weg gebracht, durch das den Hochschulen erheblich mehr Mittel zur Verfügung gestellt und in den nächsten Jahren bis zu 3 800 neue Stellen geschaffen werden. Die Polizeireform ist beschlossen und die Schulreform in vollem Gange.

 

 

Nach der Rede von Horst Weiland sprach zunächst Johannes Stober ein Grußwort und nahm sodann die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Geehrt wurden:

 

-  Peter Hepperle und 

   Klaus Schäfer

   (für jeweils 40 Jahre)

- Marija Berger, Margrit

  und Werner Jacob

  (für jeweils 25 Jahre)

 

 

 

 

 

 

Johanne Stober (MdL) bei der Ehrung

 

Die Jubilare erhielten nach der Laudatio von Johannes Stober eine Urkunde und Ehrennadel sowie für ihre Treue zur Partei ein Weinpräsent des Ortsvereins.

 

von links: Werner Jacob, Peter Hepperle, Marija Berger und Klaus Schäfer (nicht im Bild: Margrit Jacob).

 

Anschließend berichtete Peter Hepperle über einige Schwerpunkte aus der Arbeit des Ortschaftsrates. Seinem Bericht folgten Grußworte von Parsa Marvi und Dr. Martin Lenz.


Nach diesen Redebeiträgen gab es noch ausreichend Gelegenheit zum

Gespräch über politische und unpolitische Themen, die die Besucher/innen gerne nutzten. Am Ende der Veranstaltung waren sich die Veranstalter und Besucher/innen einig: Es war wieder ein gelungenes und harmonisches Neujahrstreffen.


Fotos: Beatrix Raviol

 

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